234 Seiten
Broschur, Format: 14,0 x 21,0 cm

ISBN: 978-3-942476-15-7
26,90 €
lieferbar: sofort




Keßler, Mario

Kommunismuskritik im westlichen Nachkriegsdeutschland

Franz Borkenau – Richard Löwenthal –Ossip Flechtheim

Die kritische Analyse kommunistischer Ideologie und Herrschaftspraxis gehört heute zum Kanon der politischen und der Wissenschaftskultur der Bundesrepublik.
Wichtiger Bezugspunkt sind dabei die Vorarbeiten von Kommunismusforschern, die ab 1945 aus dem Exil in das westliche Deutschland zurückkamen. Sie setzten an die Stelle einer im „Dritten Reich“ ideologisch betriebenen Propaganda die wissenschaftliche Beschäftigung mit der sowjetischen
Staatenwelt. Manche der Begründer der neuen Disziplin hatten über ihr einstiges Engagement in der kommunistischen Bewegung zu später Kritik gefunden, hatten im Exil verschiedene Arbeitsweisen und  Denkansätze kennen
gelernt und nach ihrer Rückkehr politische
Erfahrung und wissenschaftliche Erkenntnis in ihren Arbeiten
zusammenzuführen versucht.

Wie weit solche Absichten Erfolge zeitigten, prüft der Autor anhand von drei Fallstudien, in denen es nicht nur um Probleme der Forschung geht, sondern auch um die Lebens- und Denkwege der drei betreffenden Wissenschaftler Franz Borkenau, Richard Löwenthal und Ossip Flechtheim,
die wichtigsten aus dem Exil zurückgekehrten Kommunismus-
forscher ihrer Generation.

Der Autor versucht, den Zusammenhängen zwischen wissenschaftlichem Werk und biografischer Erfahrung nachzugehen, und er analysiert, welche Forschungsergebnisse, zu denen Borkenau, Löwenthal und Flechtheim gelangten, heute noch haltbar sind.





Pressestimmen

Mike Schmeitzner: "Kommunismuskritik im westlichen Nachkriegsdeutschland", in: Totalitarismus und Demokratie: Zeitschrift für Internationale Diktatur- und Freiheitsforschung, 9. Jg. 2012

Philip Kufferath: "Kommunistische Ketzer", in: marx21, 09/10/2012

Andreas Diere: Drei unbequeme Zeitgenossen, in: neues deutschland, 09.02.2012.

Franz Viohl: Zwischen den Gräben, in: vorwärts.de, 24. Juni 2011

Armin Pfahl-Traughber: Kommunismuskritik von Ehemaligen, in: hpd, 22. Juni 2011

Karl Reininghaus: Aktiv für eine bessere Zukunft einsetzen, in: Jüdische Zeitung, Juni 2011, Nr. 64




 
verlag für
berlin-brandenburg

Der Verlag für Berlin-Brandenburg mit Sitz in Berlin-Pankow ist ein Sachbuchverlag mit Fokus auf Themen der Kultur- (insbesondere Literatur-) und Zeitgeschichte.

* Ihre Bestellung richtet sich an die Versandbuchhandlung Germinal GmbH. Wir liefern innerhalb Deutschlands versandkostenfrei. Der Verlag übernimmt bei Bestellungen über diese Website innerhalb Deutschlands für Sie die Portokosten.

Copyright Verlag für Berlin-Brandenburg.
Alle Rechte vorbehalten.