216 Seiten
Broschur, Format: 14,0 x 21,0 cm

ISBN: 978-3-942476-38-6
19,95 €
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Schöler, Uli

Wolfgang Abendroth und der „reale Sozialismus“

Ein Balanceakt

Im Herbst 1920 schloss sich der 14-jährige Schüler Wolfgang Abendroth der kommunistischen Jugendorganisation an. Sein politisches Denken war stark von der  Oktoberrevolution in Russland und der fehlgeschlagenen deutschen Novemberrevolution 1918 geprägt und kehrte immer wieder an diesen Ausgangspunkt zurück.

Bislang liegt keine systematische Untersuchung zu Wolfgang Abendroths Haltung mit Blick auf das gesamte System des „realen Sozialismus“ vor. Der Autor, einer der besten Abendroth-Kenner, nimmt erstmals eine breitere Sichtung der Publikationen Abendroths vor und fördert dabei Erkenntnisse zu Tage, die eine längere Phase des abendrothschen Denkens als ausgesprochen problematisch erscheinen lassen. Dessen frühe Aufsätze der Zwanzigerjahre waren zunächst stark „linkskommunistisch“ geprägt. Die Moskauer Prozesse und der Hitler-Stalin-Pakt führten zu seiner Abwendung vom organisierten Kommunismus; nach seiner Flucht aus der SBZ wurde Abendroth zum scharfen antitotalitären Kritiker des Stalinismus in der UdSSR wie der DDR. Diese Haltung veränderte sich jedoch nach 1968 hin zu phasenweise apologetischen Einschätzungen. Erst in seinen späten Jahren kehrte Abendroth zu einer kritischeren und auch realistischeren Sicht des „realen Sozialismus“ zurück.





Veranstaltungen
 
 
Pressestimmen

Christian Krell: "Neues zum "Partisanenprofessor im Land der Mitläufer", in: Neue Gesellschaft Frankfurter Hefte, November/2013

Georg Fülberth: "Die Wandlungen Wolfgang Abendroths", in: Z. Zeitschrift Marxistische Erneuerung, September, 2013

Thilo Scholle: "Wolfgang Abendroth und der "reale Sozialismus" - ein Balanceakt", in: Magazin, 3/2013

Jörg Deml: "Legitimation und Legalität", in: Sozialismus, 4/2013

Astrid Scholz: "Abendroths Balancen", in: Das Blättchen, 11.2.2013

Armin Pfahl-Traughber: "Zwischen Apologie und Kritik"; in: Humanistischer Pressedienst, 26.10.2012

Philipp Kufferath: "Eine unbekannte Seite", in: marx21, 05/2013




 
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