304 Seiten, 20 Abbildungen
Hardcover, Format: 14,3 x 21,5 cm

ISBN: 978-3-945256-33-6
€ 19,99 (D) / € 20,50 (A)
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Bircken, Margrid / Hartinger, Christel / Schmidt, Marianne / Kretzschmar, Harald / Raue, Burkhard

Petzow – Villa der Worte

Das Schriftstellerheim in Erinnerungen und Gedichten

Brigitte Reimann war da, Maxie und Fred Wander auch, Reiner Kunze, Günter de Bruyn, Heinz Knobloch, Karl Mickel und viele andere Schriftstellerinnen und Schriftsteller: Der malerisch am Schwielowsee bei Werder gelegene Ort Petzow war begehrter Schreibort und gern erinnertes Refugium. Die weiße Villa mit den drei Pappeln übte eine Faszination auf Schreibende aus. Gleichzeitig Erholung und eine besondere Arbeitsatmosphäre zu finden, das ermöglichte hier von 1955 bis 1990 ein Schriftstellerverband, der sich erst „deutscher“ nannte und seit 1973 „der DDR“. Die erschwinglichen Preise auch für Familienangehörige und eine gastfreundliche Bewirtung waren die äußeren Bedingungen. Eine wachsende Kollegialität und der unzensierte Austausch auch kontroverser Meinungen sorgten für ein seinerzeit nicht selbstverständliches geistiges Fluidum.

Ein kundiger Herausgeberkreis hat aus den in Petzow verfassten oder von Petzow inspirierten Texten eine einzigartige Anthologie zusammengestellt. Namen wie Georg Maurer und Rainer Kirsch, Jens Gerlach, Werner Liersch und Gisela Steineckert, Walter Kaufmann und Matthias Biskupek, Elfriede Brüning und Christa Kozik bürgen für literarisch kostbare Zeugnisse vom Erlebnis ihres Hierseins. Briefe stehen neben Tagebuchauszügen, Gedichte neben kurzen Prosastücken, Beschreibungen des Augenblicks neben nachträglichen Betrachtungen, illustriert von Fotos und Dokumenten wie dem Gästebuch der ersten fünf Jahre des Schriftstellerheims aus dem Besitz von Gerhard Wolf. Dies alles fügt sich zu einem Bild, das die kreative Arbeitskonzentration, fruchtbare Kommunikation und Erholungsmöglichkeit für Generationen von Schriftstellerinnen und Schriftstellern beschreibt. Auf diese Weise steht Petzow als Metapher für die Umstände des Wachsens und Gedeihens von Literatur – einer Literatur, die erinnernswert bleibt, weil sie lebhaft und lebendig auf Zeitumstände reagierte.





Pressestimmen

Konrad Hawlitzki: "Ein märkischer Musenhof in der DDR", in: Marginalien, 2016/3

Christel Berger über "VEB Elfenbeinturm", in: Ossietzky, 15/2016

Jan Kostka über "Petzow", in: Zeitschrift des Forschungsverbundes SED-Staat, 39/2016

Lutz-Rüdiger Schöning: "Grüß dich, altes Haus", in: neues deutschland, 12. Mai 2016

"Neuerscheinungen - Literatur", in: f.f. dabei, Nr. 8/2016

Klaus Hammer: "Das Haus mit den drei Pappeln am See", in: literaturkritik.de, 24. März 2016

Matthias Biskupek über "Petzow",  in: Eulenspiegel 4/2016

Cornelia Geißler: "Scheidungs- und Heiratsinstitut für Autoren", in: Berliner Zeitung, 12./13. März 2016

Uwe Stiehler: "Schreiburlaub im VEB Elfenbeinturm", in: MOZ, 27./28. Februar 2016

Christian Eger: "VEB Elfenbeinturm", in: Mitteldeutsche Zeitung, 19. Februar 2016

"Ein Haus als Erinnerungsort", in: Heveller, Februar 2016

Gerold Paul: "VEB Elfenbeinturm", in: PNN, 30. Januar 2016

"VEB Elfenbeinturm - Ausstellung in Petzow", in: wirsindwerder.de, 15. Januar 2016




 
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