384 Seiten
Hardcover mit Schutzumschlag, Format: 12,5 x 20,5 cm

ISBN: 978-3-945256-02-2
€ 22,99 (D) / € 23,60 (A)
lieferbar: sofort




Großmann, Stefan / Schütz, Erhard

Wir können warten oder Der Roman Ullstein

Herausgegeben und mit einem Vorwort versehen von Erhard Schütz

Berlin in den späten Zwanzigerjahren. Im Pressekonzern Kronstein teilen sich sechs Brüder die Verlagsleitung. Mit Argwohn beobachten seine Brüder, wie Friedrich, der politische Kopf des Verlages, seinen Machtbereich auszudehnen versucht. Zudem trifft Friedrich Vorbereitungen, die junge und ambitionierte Journalistin Dr. Evelyn Goldscheider zu heiraten. Chefredakteur Klotz fürchtet, dass er ausgebootet werden soll und setzt das Gerücht in die Welt, Evelyn Goldscheider habe in Paris als Doppelagentin spioniert und einen lasterhaften Lebensstil gepflegt. Die Brüder versuchen mit Klotz’ Hilfe, Friedrich aus dem Verlag zu drängen. Es kommt zum Bruderkrieg. Dabei geht es um die Begleichung offener Rechnungen und widerstreitende Pläne, wie das Haus Kronstein durch die wirtschaftliche und politische Krise gesteuert werden kann. Statt gegen Rechtsradikalismus und konservative Demokratiefeindschaft Stellung zu beziehen, lavieren die Kronsteins und suchen sich dem „Volksgeschmack“ anzupassen, um Leser und Inserenten zu halten – allein dies hilft ihnen letzten Endes nicht ... Wir können warten ist ein spannendes Zeitdokument, das die Situation der Presse von den Krisenjahren der Weimarer Republik bis in die Zeit nach der Machtübernahme durch die Nationalsozialisten reflektiert. Der Roman zeigt den Konflikt von Gewinn und Gewissen, aber auch Illusionen und Hoffnungen, die 1933 zerstört wurden.





Pressestimmen

Andreas H. Apelt: "Schlüsselroman über den Niedergang des Hauses Ullstein", in: Gegen das Vergessen - Für Demokratie, Nr. 88, März 2016

Jörg Sundermeier: "Der Untergang des Verlagshauses Kronstein in Berlin", in: taz, 21. Mai 2015

Walter Delabar: "Roman Ullstein", in: Juni-Magazin für Literatur und Kultur, Heft 49/50

Wolfgang Brauer: "Stefan Großmann: Wir können warten oder Der Roman Ullstein", in: Das Blättchen, 2. Februar 2015

Hermann Schlösser: "Literarische Stadtforschung", in: Wiener Zeitung, 10./11. Januar 2015

Hermann Schlösser: "Stefan Großmann: Wir können warten oder Der Roman Ullstein", in: Buchmagazin Literaturhaus Wien, 8. Januar 2015

Michael Pilz: ""Die Fackel" als Revolverblatt, oder: Der Roman Schollwitz", in: literaturkritik.at, 3. Januar 2015

Besprechung in DAS MAGAZIN, November 2014

Andreas Conrad: "Bruderkrieg. Jahrzehnte nach dem Tod des Autors - Historischer Ullsteinroman erstmals erschienen", in: Tagesspiegel, 5. November 2014

Michael Bienert: "Ein Roman aus dem Zeitungsviertel: Stefan Großmanns Wir können warten", in: Die Zwanziger Jahre in Berlin, 5. September 2014.




 
verlag für
berlin-brandenburg

Der Verlag für Berlin-Brandenburg mit Sitz in Berlin-Pankow ist ein Sachbuchverlag mit Fokus auf Themen der Kultur- (insbesondere Literatur-) und Zeitgeschichte.

* Ihre Bestellung richtet sich an die Versandbuchhandlung Germinal GmbH. Wir liefern innerhalb Deutschlands versandkostenfrei. Der Verlag übernimmt bei Bestellungen über diese Website innerhalb Deutschlands für Sie die Portokosten.

Copyright Verlag für Berlin-Brandenburg.
Alle Rechte vorbehalten.