Michalka, Wolfgang
Matthias Erzberger: "Reichsminister in Deutschlands schwerster Zeit"
Essays zur Ausstellung
Matthias Erzberger (1875-1921) zählt zu den vergessenen Politikern in der deutschen Geschichte - sicherlich zu Unrecht. Aus einfachen Verhältnissen stammend wurde er 1903 für das Zentrum in den Reichstag gewählt, wo er sich vor allem als Experte für Finanzfragen profilieren konnte. Im Ersten Weltkrieg trat er ab 1917 für einen Verständigungsfrieden und für parlamentarische Reformen ein. Mit seiner Unterschrift unter den Waffenstillstandsvertrag am 11. November 1918 in Compiègne endete der Erste Weltkrieg. Als Reichsfinanzminister schuf er eine bis heute gültige Finanz- und Steuerreform.
Der überzeugte Demokrat wurde am 26. August 1921 von Rechtsradikalen ermordet. Essays renommierter Politiker und ausgewiesener Wissenschaftler beleuchten Leben und Werk dieses angefeindeten Politikers. Sie behandeln verschiedene Aspekte der Politik und unterschiedliche Facetten des Wirkens von Matthias Erzberger.
Krüger, Peter: Ohne Titel. In: Das Historisch-Politische Buch, 51. Jg. (2003), H. 1, S. 46-47.

