Pollert, Susanne
Film- und Fernseharchive
Bewahrung und Erschließung audiovisueller Quellen in der Bundesrepublik Deutschland
[ = Veröffentlichungen des Deutschen Rundfunkarchivs, Band 10 >> ]
Ungesicherte Archivalien bedeuten Substanzverlust am Gedächtnis einer Gesellschaft. Unerschlossene Archivalien ähneln versunkenen Schätzen, die zwar vermutet, aber nicht lokalisiert und gehoben werden können. Dies gilt auch und gerade für bewegt-bildliche Aufzeichnungen. Die archivarische Sicherung, Bewahrung und Erschließung dieser Quellengattung gehört zu den Grundvoraussetzungen einer historisch-kritischen Analyse von gesellschaftlichen Phänomenen des 20. Jahrhunderts.
Das Buch beschreibt, was unter audiovisuellem Material zu verstehen ist und wie und mit welchem Auftrag Film- und Fernseharchive entstanden sind. Im Mittelpunkt der Darstellung steht die Arbeitsweise der audiovisuellen Archive, der öffentlichen Filmarchive als Endarchive wie der Fernseharchive öffentlich-rechtlicher Rundfunkanstalten als Produktions- und Zwischenarchive mit endarchivarischer Kompetenz. Eingestreut sind Exkurse über die zentrale Archivierung von Film- und Fernsehproduktionen der DDR. Methoden und Regelwerke in Archiv, Bibliothek und Dokumentation werden gegeneinander abgewogen und auf die Erschließung bewegt-bildlicher Aufzeichnungen, der spezifischen Quellengattung des 20. Jahrhunderts, verwiesen.
