200 Seiten, 205 Abbildungen

Hardcover mit Schutzumschlag, Format: 21,0 x 22,5 cm

ISBN: 978-3-947215-85-0

€ 25,00 (D) / € 25,70 (A)
erschienen 2020


lieferbar




Bienert, Michael

Das kunstseidene Berlin

Irmgard Keuns literarische Schauplätze

Mit Romanen über junge, selbstbewusste Frauen, die in der Gesellschaft der Weimarer Republik ihren Weg suchen, machte Irmgard Keun im Berlin der Weltwirtschaftskrise Furore. Die Nationalsozialisten verboten ihre Bücher und vertrieben sie ins Exil. Heute zählt Das kunstseidene Mädchen zu den Klassikern der Berlin-Literatur. Mit großem Sprachwitz schildert der Roman die Odyssee der minderjährigen Doris durch Bars und Betten, Mietskasernen und Luxuswohnungen, Kinos und Bahnhofswartesäle.
Das kunstseidene Berlin stellt erstmals alle Schauplätze mit Fotos, Adressen und Dokumenten vor. In den Blick kommen auch die Kindheitsorte Irmgard Keuns, die in Charlottenburg geboren wurde und in Wilmersdorf zur Schule ging, ehe die Familie nach Köln umzog. Erzählt wird, wie Keun 1931 in Berlin einen Verlag fand, wie sie sich 1933 in einen „nichtarischen“ Charité-Arzt verliebte und versuchte, als unerwünschte Autorin im nationalsozialistischen Deutschland zu überleben. Unbekannte Briefe und Dokumente aus Archiven beleuchten ihre damalige Schreibsituation und ihre Kontakte nach Ost-Berlin nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Entdeckungsreise auf den Spuren einer herausragenden Autorin der Moderne streift das Berlin der Kaiserzeit, der Weimarer Republik, der NS-Zeit, der frühen DDR-Jahre – und verliert die Gegenwart nie aus dem Blick.


DER FILM ZUM BUCH Das kunstseidene Berlin - Making Of

Mit der Kamera begleitet Leon Buchholz den Autor Michael Bienert in den letzten Tagen vor der Drucklegung seines neuen Buches Das kunstseidene Berlin. Der Buchgestalter Ralph Gabriel und der Verleger André Förster sprechen über das Besondere der Buchreihe Literarische Schauplätze, in der bereits Bücher über Erich Kästner, Bertolt Brecht, Alfred Döblin und E. T. A. Hoffmann erschienen sind. 


Michael Bienert ist für mich derjenige, der das Berlin der Zwanzigerjahre wie kein Zweiter kennt.

Annett Gröschner, Die Literaturagenten von radioeins

So wie Keuns Kunstseidenes Mädchen dem blinden Nachbarn Berlin zeigt, führt Michael Bienert uns Gegenwartsblinde zu den verborgenen literarischen Schichten der Stadt.

Annett Gröschner, Die Literaturagenten von radioeins

Ein Muss für alle Keun-Fans, eine Offenbarung für Berlin-Interessierte.

Erhard Schütz, Der Freitag

Ihrem Buch merkt man die Liebe zum Werk Irmgard Keuns an!

Rosemarie Tuchelt, hr2 Kultur

Wer aber war diese Irmgard Keun? Michael Bienert hat ihr in seinem spannenden, akribisch recherchierten Buch ein Denkmal gesetzt. Er spürt die Schauplätze ihrer Protagonistinnen auf, treibt sich in ihren Kiezen herum und skizziert nebenbei das politische Geschehen jener Zeit.

Hella Kaiser, Der Tagesspiegel

Angereichert ist Bienerts reizvoll gestaltetes Buch mit zahlreichen alten und neuen Fotos, die die Sicht Irmgard Keuns auf das Berlin der späten Weimarer Zeit anschaulich illustriert.

Wilhelm von Sternburg, Frankfurter Rundschau

Michael Bienert ist ein begnadeter Causeur. Ihm auf den Wegen von Irmgard Keun durch das damalige wie heutige Berlin zu folgen, bringt gleichermaßen Unterhaltung, Entdeckerfreude und Wissenszuwachs. Und welches Bildmaterial er zusammengetragen hat, zum Thema passendes wie auch entsprechendes, ist einfach unglaublich.

Klaus Hammer, Literaturkritik.de

Michael Bienert, Sie rekapitulieren in Ihrem Buch zum einen das Leben der jeweiligen AutorInnen, zum anderen die Bezüge zwischen Leben und Werk, und die lokalen und politischen Gegebenheiten, die realen Schauplätze, an denen die literarischen Handlungen spielen. - Fazit: „Sehr attraktive, sehr schöne Mischung.“

Shelly Kupferberg, Deutschlandfunk Kultur, Magazin "Lesart"

Das wurde aber sowas von Zeit. Seit langem beglückt uns Michael Bienert mit seinen buchgewordenen Stadtspaziergängen durch Berlin. Erich Kästner, Alfred Döblin, E. T. A. Hoffmann, Bertolt Brecht: All ihren Spuren ist er gefolgt und hat bild- und textgewaltige Bände daraus gemacht. Der jüngste widmet sich, am Titel leicht zu erraten, Irmgard Keun (1905-1982). Und wieder halten wir mit „Das kunstseidene Berlin“ ein informatives Prachtstück in den Händen.

Barbara Weitzel, Welt am Sonntag

Seit „Kästners Berlin“ (2014) hat Bienert, zusammen mit dem Verleger André Förster, seinen Berlin-Begehungen auch ein Buchformat geschaffen, das der Gleichzeitigkeit von Erzählen und Schauen maximal nahe kommt. Dichte Textkapitel, reich ausgestattet mit historischem und aktuellem Bildmaterial, ermöglichen den stillen Stadtspaziergang – auch bei ganz miesem Wetter und zu Corona-Zeiten.

Bernadette Conrad, Berliner Zeitung

Der hervorragend aufgemachte und reich bestückte Bild-Text-Band, sorgfältig komponiert mit historischen und heutigen Aufnahmen, Plakaten, Detailansichten und biografischen Fundstücken ist eine Freude für alle Sinne und macht Das kunstseidene Berlin zu einem exquisiten Geschenk.

Monika Melchert, neues deutschland

Der opulent ausgestattete Text-Bild-Band des sachkundigen ‚Literaturdetektivs‘ und Berlin-Kenners Michael Bienert lädt seine Leser*innen zu einer Entdeckungsreise ein durch das Berlin Irmgard Keuns, zu ihren wichtigsten Berliner Lebensstationen und zu den Schauplätzen ihrer Romane.

Ronald Schneider, ekz.bibliotheksservice 

Berlin-Kenner und Stadtführer Michael Bienert zeigt das weibliche literarische Berlin.

Harald Asel, rbb Inforadio

Michael Bienert erzählt von der Tragik dieser großen Autorin mit selten gewordener Empathie. Er erhebt sich nicht über Irmgard Keun, er benutzt aber auch keinen Weichzeichner, um ihre Ecken und Kanten gefälliger zu machen. Und er hat ein spannendes Buch über Berlin geschrieben. Man sollte sich damit in eine stille Leseecke zurückziehen, die Bücher seiner Protagonistin möglichst griffbereit haben und anschließend auf Stadterkundung gehen.

Wolfgang Brauer, Das Blättchen

Groß-Berlin hat sie [Irmgard Keun] im „Kunstseidenen Mädchen“ ein literarisches Denkmal gesetzt, das jüngst in Babylon-Berlin, der Volker Kutschers Kriminalromanen nachempfundenen TV-Serie, wieder auferweckt wurde. [...] Der literarische Spurensucher Michael Bienert [hat] Irmgard Keuns Berlin jetzt ein Buch
gewidmet. Er besucht darin die Berliner Schauplätze ihres Lebens und ihrer Romane.

Utta Raifer, Berliner Morgenpost





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Buchinformation

Interview: Drei Fragen an ... 

Veranstaltungen

VERSCHOBEN Freitag, 30. April 2021 

Michael Bienert stellt Irmgard Keuns Berlin in der WABE vor

Ort: DIE WABE, Danziger Str. 101, 10405 Berlin


Literarische Führungen mit Michael Bienert zu Irmgard Keun & Co.

Melden Sie gern Interesse bei Michael Bienert per E-Mail an, er koordiniert und informiert die potentiellen Teilnehmer, sobald es neue Termine gibt!

Eintritt: 10,00 € / erm. 8,00 €


Vergangene Veranstaltungen

31.10.2020 Spaziergang ab Marga Schoeller Bücherstube

29.10.2020 Dorotheenstädtische Buchhandlung

24.10.2020 Spaziergang ab Marga Schoeller Bücherstube

Pressestimmen

Monika Melchert: "Trubel bei Tag und Nacht. Michael Bienerts großartiger Band zeigt das kunstseidene Berlin der Irmgard Keun", in: Lesart, 28. Jg. Nr. 1/April 2021

Heike Talkenberger: "Auf der Suche nach Ruhm in Berlin", in: damals, 4/2021

Klaus-Dieter Stefan: "Herausragend: Das kunstseidene Berlin", in: KIEZ.Magazin Berlin, 25. März 2021

Annett Gröschner: "Buchempfehlung 'Das kunstseidene Berlin'", in: Die Literaturagenten von radioeins, 28. Februar 2021 (ab Min. 29:55)

Theresa Hübner: "GesprächMichael Bienert – Das kunstseidene Berlin", in: SWR2, lesenswert, 28. Februar 2021

Anne Goebel: "Stil. Kurz gesichtet", in: Süddeutsche Zeitung, 20./21. Februar 2021

Rosemarie Tuchelt: "Das kunstseidene Berlin", in: hr2 Kultur, Sendung "Am Nachmittag", 20. Januar 2021

Hella Kaiser: "Kunstseiden mit feurigen Blumen", in: Der Tagesspiegel, Berlinalien, 14. Januar 2021

Erhard Schütz/Sachlich richtig: "Das ist eigentlich gar keine Stadt. Mehr ein Land mit Provinzen", in: Der Freitag, 14.1.2021

Matthias Weichelt: "Macht es Ihnen eine Störung?", in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 9. Januar 2021

Wilhelm von Sternburg: "Steppdecke mit feurigen Blumen. Zum Berlin von Irmgard Keun", in: Frankfurter Rundschau, 17. Dezember 2020

Klaus Hammer: "Zwischen Schein und Sein, Traum und kunstseidener Wirklichkeit", auf: Literaturkritik.de, 17. Dezember 2020

Ronald Schneider: "Das kunstseidene Berlin", in: ekz.bibliotheksservice, 7. Dezember 2020

Monika Melchert: "Im Trubel der kunstseidenen Stadt. Auf den Spuren von Irmgard Keun", in: neues deutschland, sinnvoll schenken, 5. Dezember 2020

Shelly Kupferberg: "Gespräch mit Michael Bienert. Das kunstseidene Berlin", in: Deutschlandfunk Kultur, Lesart, 28. November 2020

Berlin zwischen zwei Buchdeckeln: "Irmgard Keuns literarische Schauplätze", in: mein/4, Dezember 2020

Wolfgang Brauer: "Irmgard Keuns Berlin", in: Das Blättchen, 23. Jg. Nr. 24, 23. November 2020

Barbara Weitzel: "Hören und Sehen. Endlich eine Frau", in: Welt am Sonntag, 22. November 2020

Marc Lippuner: "Irmgard Keun. Die kunstseidene Berlinerin", in: Die Kulturfritzen, 22. November 2020

Bernadette Conrad: "Literarische Berlin-Begegnung", in: Die Weltwoche, 88. Jg. Nr. 47, 19. November 2020

Harald Asel: "Das kunstseidene Berlin", in: rbb Inforadio, 14. November 2020

Bernadette Conrad: "Berlin literarisch. Michael Bienert bietet Führungen und schreibt Bücher - das jüngste über Irmgard Keun. Wir laufen mit ihm die Wege ab", in: Berliner Zeitung, 11. November 2020

Utta Raifer: "Die neue Frau", in: Berliner Morgenpost, Berliner Illustrirte Zeitung, 8. November 2020

WUB 2020. Die Woche der unabhängigen Buchhandlungen: "Dem Glanz auf der Spur - ein literarischer Stadtspaziergang", auf: LITAFFIN.de, 8. November 2020




 
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