Buri, Friedrich W.
Adolph Friedrich Wongtschowski alias Friedrich W. Buri (1919–1999). Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten stand dem jüdischen Jungen, der gerade das Gymnasium verlassen musste, eine ungewisse Zukunft bevor. Da traf er in seiner Heimatstadt Frankfurt am Main den Rundfunkredakteur Wolfgang Frommel (1902–1986). Buris Eltern wanderten nach Brasilien aus, er aber entschloss sich, bei Frommel zu bleiben, der daraufhin die Emigration des Jungen nach Holland vorbereitete, wohin er später selbst über Umwege gelangte. Nach dem Einmarsch der Deutschen in den Niederlanden tauchten beide in Amsterdam in einer kleinen Wohnung unter, nur wenige Schritte vom Versteck Anne Franks entfernt.

Ich gab dir die Fackel im Sprunge

W.F. Ein Erinnerungsbericht

Schriften des Wilhelm-Fraenger-Instituts Potsdam, Band 12

„W.F. Ein Erinnerungsbericht“ sind die Aufzeichnungen von Adolph Friedrich Wongtschowski alias Friedrich W. Buri (1919–1999), der als 14-Jähriger dem Dichter Wolfgang Frommel (1902–1986) begegnet, welcher sein Leben verändert. Es ist das Jahr 1933, als Hitler an die Macht kommt und dem jüdischen Jungen, der gerade das Gymnasium in Frankfurt am Main verlassen musste, eine ungewisse Zukunft bevorsteht. Diese Freundschaft schenkt Buri nicht nur ein neues geistiges Leben, sie soll auch sein Leben retten. Die Eltern des Jungen wandern nach Brasilien aus, aber Buri entschließt sich, bei seinem Freund zu bleiben. Beide emigrieren nach Holland und tauchen in Amsterdam unter, nur wenige Schritte vom Versteck Anne Franks entfernt. Vierzig Jahre nach den Kriegserlebnissen kehrt Buri zu Frommel zurück und beginnt seine Aufzeichnungen: eine authentische Zeitgeschichte und Dokumentation seiner Freundschaft.

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