Salomon Ludwig Steinheim Institut
Schriften des Salomon Ludwig Steinheim Instituts für deutsch-jüdische Geschichte
Wege der Erneuerung

Christen und Juden: Der Rheinische Synodalbeschluss

Schriften des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts, Band 2

Ausgehend von der These, dass die Haltung der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Shoa ungeachtet, nach 1945 noch für Jahrzehnte nahtlos in der Verkennung des Judentums eingeschlossen blieb, zeigt der Theologe Raisig auf, wie es zum Beschluss "Zur Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden" der Evangelischen Kirche im Rheinland kam. Er wird als eine Wende im christlich-jüdischen Dialog dargestellt, die sich seither vielen Widerständen zum Trotz, auch in anderen Landeskirchen niedergeschlagen hat. Die Erkenntnis christlicher Mitverantwortung am Holocaust, der Verfemung, Verfolgung und Ermordung der Juden im "Dritten Reich" und der daraus zu ziehenden Folgerungen setzt sich langsam durch. So kann der rheinische Synodalbeschluss tatsächlich als ein Dokument der Erneuerung und des Anstoßes gelten. Die im umfangreichen Dokumententeil abgedruckten Quellen erlauben die kritische Auseinandersetzung mit der Sicht des Autors, bilden aber auch für andere Fragestellungen die wertvolle Materialbasis.

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Martin Bubers Kampf um Israel

Sein zionistisches und politisches Denken

Schriften des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte, Band 1

Der Autor zeigt nicht nur die bleibende Aktualität Bubers für das Verständnis der zionistischen Bewegung, ihrer wesentlichen Protagonisten und ihrer inneren Kontroversen und Widersprüche, sondern auch die zentrale Bedeutung, die der Zionismus für das philosophische Gesamtprojekt Martin Bubers hatte. "Kampf um Israel", das ist der nur selten verborgene Faden, der sich durch das Lebenswerk Martin Bubers zieht, und der keineswegs nur seine zionistischen Schriften betrifft. Aus dieser Perspektive heraus zeigt der Autor Yigal Wagner nicht nur die bleibende Aktualität Bubers für das Verständnis der zionistischen Bewegung, ihrer wesentlichen Protagonisten und ihrer inneren Kontroversen und Widersprüche, sondern auch die zentrale Bedeutung, die der Zionismus für das philosophische Gesamtprojekt Martin Bubers hatte. Für Buber war der Zionismus keine ausschließlich politische, nationale oder kulturelle Bewegung. Für ihn war es eine sicher all jene Sphären tangierende, vor allem aber gesellschaftliche Bewegung, die nicht nur aus der Krise des Judentums entstanden war, sondern aus der Krise der modernen Welt überhaupt. Und so galt sein Streben für den Zionismus zugleich dem Entwurf eines tragfähigen Gesellschaftsmodells unter den Bedingungen der Moderne. Diesen Entwurf freilich hat er nicht versucht, in ein gedankliches System zu zwingen, sondern durch das von ihm selbst so genannte "Zeigen an der Wirklichkeit" zu formulieren. Und gerade heute treten wieder Probleme in die öffentliche und wissenschaftliche Diskussion, die im Denken Bubers eine wesentliche Rolle einnahmen, die sein "Zeigen" sichtbar gemacht hatte: die Differenz von Idee und Ideologie und deren Wirkungen im öffentlichen Leben, die Frage nach den Wechselwirkungen von intra- und internationalen Organisationsformen, und damit auch das Problem von Nation und Nationalismus. Dass sich vor diesem Hintergrund Martin Bubers sowohl philosophisches als auch politisches Denken insbesondere an dem Problem der jüdisch-arabischen Beziehungen konkretisierte, an der Überwindung des Nahost-Konfliktes, darüber gibt der vorliegende Band systematischen Aufschluss.

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