Wagner, Paul Werner
Paul Werner Wagner ist Kultur- und Literaturwissenschaftler; er ist Vorsitzender der Emanuel Lasker
Gesellschaft und des Künstlerklubs DIE MÖWE sowie Autor und (Mit-) Herausgeber mehrerer Bücher, u. a. Emanuel Lasker: Homo ludens – Homo politicus (2003); Der Bitterfelder Aufstand: Der 17. Juni 1953 und die Deutschlandpolitik (2003).
/ Die AGFA-ORWO-Story

Geschichte der Filmfabrik Wolfen und ihrer Nachfolger

In den Jahren 1909/1910 errichtete die Berliner Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation (AGFA) in Wolfen eine Filmfabrik, die bereits ein Jahrzehnt später zur größten europäischen Fabrikationsstätte von kinematografischen Filmen aufstieg. Wolfen stand für technische Meisterleistungen: Hier wurden die erste vollsynthetische Faser der Welt produziert und ein universelles Farbfilmverfahren erfunden, das sich weltweit durchsetzte. Nach 1945 entwickelte sich um die AGFA-Warenzeichen ein deutsch-deutscher Wirtschaftskrimi, der erst 1964 mit dem Übergang zum Warenzeichen ORWO endete. Nach der deutschen Einheit erfüllte sich der Traum von der Rückkehr der AGFA an den Traditionsstandort nicht. Die digitale Revolution und die Globalisierung führten zum Aus für die konventionelle Fotografie und damit zum Ende der Farbfilmproduktion in Wolfen. Rechtsnachfolger der Filmfabrik wurde die Mitteldeutsche Entsorgungs- und Sanierungsgesellschaft (MDSE). Der Name ORWO ist jedoch nach wie vor präsent. Mit der ORWO Net GmbH, Betreiberin eines digitalen Fotogroßlabors, und der FilmoTech GmbH nutzen zwei Unternehmen das ORWO-Warenzeichen. Sie symbolisieren damit die Transformation eines alten Industriestandorts.

19,90 €*
/ / Emanuel Lasker

Homo ludens - homo politicus. Beiträge über sein Leben und Werk

Schriften des Wilhelm-Fraenger-Instituts Potsdam, Band 5

Emanuel Lasker (1868 - 1941) trug 27 Jahre lang den Titel des Schachweltmeisters, eine nie wieder erreichte Leistung. Die längste Zeit seines Lebens lebte Lasker in Berlin. In der brandenburgischen Gemeinde Thyrow besaß er seit 1921 ein großes Grundstück mit einem Landhaus als Sommersitz. Unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten musste er Deutschland verlassen. Seine Exilstationen waren die Niederlande, England, Schweiz, Sowjetunion sowie die USA. Das Buch vereint Vorträge von Wissenschaftlern und Schachhistorikern, die auf der internationalen Konferenz zum 60. Todestag von Emanuel Lasker im Januar 2001 in Potsdam gehalten wurden. Ein besonderes Augenmerk erhalten dabei Aspekte der deutsch-jüdischen Geschichte vor 1933.

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