Schwerin, Kerrin Gräfin von
Dr. habil. Kerrin Gräfin von Schwerin, geboren 1941, war nach Studium an der Freien Universität Berlin, der University of Minnesota, Minneapolis, der Jamia Millia Islamia, Neu-Delhi und Promotion sowie Habilitation am Südasien- Institut Heidelberg längere Zeit in Indien und Nepal tätig. Bis 2000 lehrte sie als Privatdozentin an den Universitäten Heidelberg, Stuttgart, der Humboldt-Universität und der Freien Universität Berlin.
Veröffentlichungen u.a. Indien – Länderkunde (1986/1996), zuletzt: Shakti (2013). Im Verlag für Berlin-Brandenburg erschienen ihre Titel Die Uckermark zwischen Krieg und Frieden 1648–1949 (2005) und Wilhelmstraße 63. Schicksalsjahre einer preußischen Familie (2008).
Otto von Schwerin

Oberpräsident und Vertrauter des Großen Kurfürsten

Otto Freiherr von Schwerin (1616–1679) entstammte einer pommerschen Adelsfamilie. Nach einem Studium der Jurisprudenz in Greifswald trat er zunächst in den Dienst des brandenburgischen Kurfürsten Georg Wilhelm ein. Unter dessen Sohn Friedrich Wilhelm, dem späteren Großen Kurfürsten, begann er ab 1640 eine steile Karriere. Als Oberpräsident des Geheimen Rats hatte er ab 1658 nach dem Kurfürsten die höchste Stellung in der brandenburgischen Regierung inne. Schwerin genoss als zweiter Mann im Staate das absolute Vertrauen des Kurfürsten. Vom Charakter her kein Beamter, kein Günstling oder Geschäftsmann, diente er dem Landesherrn als Ratgeber und loyaler Mitstreiter, der sich die Freiheit nahm, seine Meinung zu äußern und dem Kurfürsten zu widersprechen, jedoch im Falle von Meinungsverschiedenheiten dessen Anweisungen loyal auszuführen. Schwerins Fähigkeit zu vermitteln und zu versöhnen wurde allseits geschätzt – was ihm in seinem Hauptressort, der Außenpolitik, eine besondere Wertschätzung einbrachte. In den Hauptstädten Europas besaß er einen Namen und galt als unbestechlich. Er war auch der Vertraute der Kurfürstin Luise Henriette, begleitete sie in der Entstehungsphase von Schloss Oranienburg und war Erzieher ihrer drei Söhne, darunter der spätere Preußen-König Friedrich I. Als Otto von Schwerin starb, war er ein reicher Mann. Sein ältester Sohn Otto Graf Schwerin trat ein großes Erbe an: die Güter Altlandsberg im Barnim, Wolfshagen in der Uckermark und Wildenhoff in Preußen.

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Wilhelmstraße 63

Schicksalsjahre einer preußischen Familie

Mit den Schlachten der preußischen Freiheitskriege brechen im frühen 19. Jahrhundert dramatische Ereignisse in den Mikrokosmos der preußischen Großfamilie ein, die das Palais in der Wilhelmstraße 63 seit Ende des 18. Jahrhunderts bewohnt. Nach dem Tode der Grafen Schwerin und Dönhoff auf dem Schlachtfeld und im Duell bleibt der „Amazonenstaat“ der Frauen dort verwaist zurück, bis sie als Ehefrauen und Erbinnen großer Betriebe mit Vitalität und Unternehmertum in Brandenburg, in der Neumark und in Ostpreußen wirtschaften und Familien gründen. Im Palais Dönhoff in der Wilhelmstraße hält die Patronin und Salondame Sophie Gräfin von Schwerin (1785 – 1863) die Fäden der Großfamilie in der Hand und dokumentiert in Briefen und Memoiren den Zeitenlauf der preußischen Geschichte im 19. Jahrhundert.

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Die Uckermark zwischen Krieg und Frieden 1648-1949

Die traumatische neuzeitliche Geschichte einer märkischen Kulturlandschaft zwischen Krieg und Frieden, ist das Thema dieser ersten Gesamtdarstellung der Uckermark. Auf Krieg und Zerstörung folgte Neubesiedlung und Wachstum, Auswanderung und politische Radikalisierung im Nationalsozialismus, erneute Verwüstung und Vertreibung und schließlich die Bodenreform in der SBZ. Und auch heute wandern ihre Menschen wieder aus, in die großen Städte im Westen und Süden der Republik, wo es Arbeit gibt.

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