Kern, Ronny
Ronny Kern ist Historiker. Nach dem Studium der Neueren und Alten Geschichte und Neueren Deutschen Philologie an der Technischen Universität Berlin und der University of Cardiff ist er seit April 2010 freier Mitarbeiter beim Museum Treptow.

Siebzehn Kilometer Grenze

Die Berliner Mauer in Treptow 1961–1989

Die Berliner Mauer war eines der markantesten Symbole des Kalten Krieges. Als am 13. August 1961 die Grenzen zu West- Berlin abgeriegelt wurden, ahnte niemand, dass die Mauer über 28 Jahre lang das Stadtbild nachhaltig prägen würde. Sie sollte die Flucht von Ost-Berlinern und DDR-Bürgern in den Westen verhindern und wurde im Laufe der Zeit mit zahlreichen Grenzsperranlagen zu einem tief gestaffelten Sperrsystem ausgebaut. Im Bezirk Treptow verlief mit einer Länge von 17 Kilometern das längste innerstädtische Teilstück der Mauer. Von den historisch-politischen Bedingungen des Mauerbaus ausgehend, schildert der Autor, wie die Grenzanlagen im August 1961 in Treptow errichtet und bis 1989 ausgebaut wurden. Darüber hinaus wird der Leser über das lokale Fluchtgeschehen und das Alltagsleben im Treptower Grenzgebiet informiert, unter anderem durch Zeitzeugenberichte und illustriert mit zahlreichen, zum Teil bislang unveröffentlichten Fotos und Karten. In einem eigenen Beitrag setzt sich die Historikerin Anna Rohr mit dem Thema Mauerspuren und Mauergedenken im Bezirk Treptow- Köpenick auseinander.

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