Schuder, Rosemarie
Rosemarie Schuder ist Verfasserin zahlreicher historischer Romane und Sachbücher, vor allem zu Personen und Themen aus der deutschen Geschichte. Sie ist Mitglied des PEN und der Deutschen Schillergesellschaft. Gemeinsam mit Ihrem Mann Rudolf Hirsch verfasste sie 1987 den Band Der gelbe Fleck. Wurzeln und Wirkungen des Judenhasses in der deutschen Geschichte.

/ Nr. 58866: 'Judenkönig'

Das Leben des Kurt Julius Goldstein

Jude, Kommunist, Spanienkämpfer, Auschwitz- und Buchenwaldhäftling, KPD-Funktionär, Journalist und Rundfunk-Intendant in der DDR, Ehrenpräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Ehrenbürger Spaniens: Das sind einige Daten, die das Leben von Kurt Julius Goldstein (1914–2007) umreißen. Zunächst Mitglied des linken jüdischen Jugendbundes Kameraden, trat Kurt Julius Goldstein 1930 der KPD bei. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh er zunächst nach Luxemburg, dann nach Frankreich. 1936 bis 1939 kämpfte er in den Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg. Später in Internierungslagern in Frankreich gefangen gehalten, wurde er im Juli 1942 an Deutschland ausgeliefert und nach Auschwitz deportiert. Bei der Zwangsarbeit in den Kohlengruben von Jawischowitz leistete Goldstein weiter Widerstand und wurde von der SS höhnisch als „Judenkönig“ tituliert. Die Autoren zeichnen das Leben von Kurt Julius Goldstein in bewegenden Bildern nach – sie beschreiben eine Geschichte von Verfolgung, Leid und Tod, aber auch von Widerstand und Liebe.

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Der "Fremdling aus dem Osten"

Eduard Lasker – Jude, Liberaler, Gegenspieler Bismarcks

Warum hat Bismarck das Beileidsschreiben des amerikanischen Kongresses zum Tode seines großen liberalen Gegners Eduard Lasker zurückgewiesen? In einer Rede vor dem Reichstag versuchte er, diesen Schritt damit zu begründen, dass die Amerikaner "nicht gewusst" haben, "wer und was Herr Lasker war". Wer war dieser Mann, der über seinen Tod hinaus vom Zorn Bismarcks verfolgt wurde? Die Spurensuche führt nach Jaroczyn, wo das spätere Reichstagsmitglied als Sohn wohlhabender jüdischer Eltern am 14. Oktober 1829 geboren wurde. Auf seinem Weg nach Berlin und an die Spitze der liberalen Politik bis hin zu seinem Tod am 5. Januar 1884 in New York begegnen den Lesern "ehrenwerte" deutsch-nationale Gestalten, die den Juristen und Politiker als „Fremdling aus dem Osten“ und "nationales Unglück" diffamieren. Aber an Laskers Seite finden sich auch Mitkämpfer für das Ziel, nach der Reichsgründung 1871 das Leben in Deutschland auf ein demokratisches Fundament zu stellen. Der Mitgründer der Nationalliberalen Partei klärte auch den Wirtschaftsskandal um die Berliner Nordbahn maßgeblich auf. In den Skandal waren mehrere Politiker verwickelt, was Lasker in Konflikt mit Bismarck brachte. Die Gegnerschaft Bismarck – Lasker wird von der Autorin zu einem anspruchsvollen Lesevergnügen verdichtet.

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