Kupsch, Nadja
Nadja Kupsch, 1978 geboren, war nach dem Studium der Kunstgeschichte, Soziologie, Publizistik und Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin und der Universität Paris IV – Sorbonne sowie längeren Aufenthalten in den USA und Italien als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Klassik Stiftung Weimar, der Stiftung Bauhaus Dessau und am Deutschen Historischen Museum tätig. Sie ist Kuratorin kunst- und kulturwissenschaftlicher Ausstellungen.

Was vom Drama übrig bleibt

Aus der Theatersammlung des Kleist-Museums

Heinrich von Kleists Werke wurden und werden weltweit auf den Theaterbühnen gespielt. Doch was bleibt, wenn der letzte Vorhang gefallen ist? Und was erzählt das, was übrig bleibt? Das Kleist-Museum, Frankfurt (Oder), bewahrt die „Reste“ vieler Inszenierungen, zum Beispiel Bühnenmodelle, Figurinen, Kostüme, Requisiten, Strichfassungen, Plakate, Programmhefte, Kritiken, Szenenfotos. Aber auch immaterielle Hinterlassenschaften wie Erinnerungen von Beteiligten gehören dazu. Theatergeschichten aus 200 Jahren verbergen sich in den Tiefen des Archivs. Der Band versammelt Perspektiven von Theaterschaffenden und Wissenschaftlerinnen auf einzelne Objekte der Theatersammlung des Kleist-Museums. Außerdem enthält er Interviews mit den international arbeitenden Regisseuren Holk Freytag, Matthias Langhoff, Armin Petras und Claus Peymann sowie dem Bühnenbildner Martin Fischer.

20,00 €*
"Euer Kleist! Spielt ihr ihn?"

Deutsch-deutsche Theatergeschichte(n)

Wie bei kaum einem anderen deutschen Dichter lässt sich am Werk Heinrich von Kleists die Vereinnahmung literarischer Werke durch verschiedene Systeme zeigen. Auch das Spannungsfeld von Literatur und Politik, von Kunst und Wertediskurs in den beiden deutschen Staaten vor 1990 offenbart sich in der Rezeption dieses Klassikers. Der Band versammelt Stimmen von ost- und westdeutschen Regisseuren, Dramaturgen und Theaterkritikern, die sich der Geschichte der Kleist- Inszenierungen im jeweiligen kulturpolitischen Kontext nähern. Mit Beiträgen von bzw. Interviews mit: Wolfgang Engel, Jürgen Flimm, Heinz Kersten, Alexander Lang, Manfred Möckel, Peter Stein, Wolfgang Storch, Klaus Völker und Alexander Weigel. Der Band erscheint anlässlich einer Ausstellung im Kleist-Museum in Frankfurt (Oder), die sich den Inszenierungen von Kleist-Stücken in den beiden deutschen Staaten, vor allem Kleists letztem Schauspiel Prinz Friedrich von Homburg widmet.

14,99 €*