Raisig, Christoph M.
1958-1999. Studierte evangelische Theologie und Germanistik in Frankfurt und Tübingen. 1992 Promotion, danach Tätigkeit in der freien Wirtschaft.

Wege der Erneuerung

Christen und Juden: Der Rheinische Synodalbeschluss

Schriften des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts, Band 2

Ausgehend von der These, dass die Haltung der Evangelischen Kirche in Deutschland, der Shoa ungeachtet, nach 1945 noch für Jahrzehnte nahtlos in der Verkennung des Judentums eingeschlossen blieb, zeigt der Theologe Raisig auf, wie es zum Beschluss "Zur Erneuerung des Verhältnisses von Christen und Juden" der Evangelischen Kirche im Rheinland kam. Er wird als eine Wende im christlich-jüdischen Dialog dargestellt, die sich seither vielen Widerständen zum Trotz, auch in anderen Landeskirchen niedergeschlagen hat. Die Erkenntnis christlicher Mitverantwortung am Holocaust, der Verfemung, Verfolgung und Ermordung der Juden im "Dritten Reich" und der daraus zu ziehenden Folgerungen setzt sich langsam durch. So kann der rheinische Synodalbeschluss tatsächlich als ein Dokument der Erneuerung und des Anstoßes gelten. Die im umfangreichen Dokumententeil abgedruckten Quellen erlauben die kritische Auseinandersetzung mit der Sicht des Autors, bilden aber auch für andere Fragestellungen die wertvolle Materialbasis.

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