Gutsche, Edda
Edda Gutsche ist freie Autorin und Publizistin. Sie verfasst Sachbücher und Artikel zu kulturhistorischen Themen sowie Erzählungen, Kurzgeschichten und Gedichte. Im Verlag für Berlin-Brandenburg sind ihre Titel Historische Gutsanlagen in Berlin und Umgebung (2011) sowie Ich musste auf’s Land, das war mir klar… Schriftstellerorte in Brandenburg (2012) erschienen.

Das Glück meines Lebens

Prager Schriftsteller in Berlin

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts übte Berlin eine enorme Anziehungskraft auf Schriftsteller, Künstler und Intellektuelle aus, so auch auf – vorrangig deutschsprachige – Literaten aus Prag. Sie kannten sich größtenteils aus ihrer Schul- und Studentenzeit und trafen sich im „Romanischen Café“ in Charlottenburg und in der „Prager Diele“ in Wilmersdorf wieder, begegneten sich beim Broterwerb und halfen sich gegenseitig dabei, Fuß zu fassen. Sie waren fasziniert vom Tempo der Großstadt, und dennoch waren es vor allem praktische Gründe, die für einen längeren Berlin-Aufenthalt sprachen: Man wollte hier vor allem beruflich weiterkommen. Dies war beispielsweise für Franz Kafka ausschlaggebend, 1923 nach Berlin umzusiedeln. Einer der Ersten, der Berlin für sich entdeckte, war Victor Hadwiger. Hoch verschuldet, ließ er sich 1903 hier nieder, um für die Vossische Zeitung zu arbeiten. 1898 zog die Liebe Rainer Maria Rilke nach Berlin. Egon Erwin Kisch ließ sich hier sogar dreimal nieder. Franz Carl Weiskopf schloss sich dem Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller an und schrieb unter anderem Feuilletons für die Zeitung Berlin am Morgen. Willy Haas, der spätere Herausgeber der Literarischen Welt, wurde mehr durch Zufall Filmkritiker und Drehbuchautor. Edda Gutsche skizziert, wie Prager Schriftsteller in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Berlin für sich entdeckten, und lädt zur gemeinsamen literarischen Spurensuche ein.

18,00 €*
Hanns Meinke in Lichtenow

Frankfurter Buntbücher 54

Hanns Meinke (1884–1974) verbrachte in Lichtenow bei Rüdersdorf vor den Toren Berlins einen Großteil seiner Kindheit und Jugend. Hier kam er mit der Poesie in Berührung und wurde selbst zum Dichter, bewegte sich allerdings literarisch immer am Rande des Geschehens, der Literaturmarkt interessierte ihn ebenso wenig wie Politik und Gesellschaft. Durch sein Interesse an Charles Baudelaire wurde Meinke auf Stefan George aufmerksam, auf dem Schullehrer-Seminar in Neuzelle lernte er den ebenfalls mit George bekannten Rudolf Pannwitz kennen. Dieser führte ihn in den Kreis um die literarische Zeitschrift Charon ein, in der von 1905 bis 1911 über einhundert Gedichte.

8,00 €*
Ich musste aufs Land, das war mir klar…

Schriftstellerorte in Brandenburg

Seit Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg haben sich viele Dichter auf seinen Spuren bewegt – und für einige Schriftsteller war Brandenburg zeitweilig oder ein Leben lang Heimat. Edda Gutsche porträtiert bekannte wie auch nahezu vergessene Schriftsteller-Orte mit ihren schreibenden Bewohnern. Diese Autoren hatten ihre Hauptschaffensphase im 20. Jahrhundert und die märkische Landschaft und Heimat hat Niederschlag in ihren Werken gefunden. So erfahren die Leser, dass die vier Jahre in Erkner für Gerhart Hauptmann ganz wesentlich auch für sein späteres Werk waren, dass Franz Fühmann immer nur mit dem Fahrrad in Märkisch Buchholz unterwegs war, und sie dürfen sich über die Verwunderung der Buckower amüsieren, wenn Bertolt Brecht sein Essen lieber unter einem Apfelbaum genoss. Die reiche Bebilderung mit historischen und aktuellen Fotos lässt die literarische Spurensuche durch Brandenburg zu einem Leseerlebnis werden. Das Buch lädt ein, sich selbst aufzumachen und die brandenburgischen Schriftstellerorte zu besuchen und Verborgenes, Nicht-Alltägliches und Interessantes zu entdecken. Eine Übersicht zu den wichtigsten Gedenk- und Informationsstätten erleichtert den Start für die eigene Wanderung durch die Mark Brandenburg.

19,95 €*
Historische Gutsanlagen in Berlin und Umgebung

Die Leser gehen mit der Autorin auf Entdeckungsreise zu fast vierzig historischen Gutsanlagen in und um Berlin. Neben typisch märkischen Gutshöfen und architektonisch interessanten Herrenhäusern, die wegen ihres repräsentativen Charakters und ihrer prachtvollen Ausstattung häufig als Schloss bezeichnet werden, besucht die Autorin auch Gutsanlagen, die heute beinahe in Vergessenheit geraten sind – Orte, an denen nur noch ein paar ehemalige Wirtschaftsgebäude stehen oder eine Baumgruppe an eine einstige Parkanlage erinnert. Interessant ist auch zu erfahren, wie die Gutshöfe heutzutage genutzt werden. Vorgestellt werden unter anderem: Schloss Biesdorf, Stadtgut Blankenfelde, Krongut Bornstedt, Gutshof Britz, Künstlerhof Buch, Domäne Dahlem, Schlossgut Dahlwitz, Gutshaus Mahlsdorf, Gut Schöneiche und Schlossgut Schönwalde. Das Buch will die Leser inspirieren, sich selbst auf Spurensuche in die märkische Kulturgeschichte zu begeben und dabei manches Schöne und Interessante zu entdecken.

9,95 €*