Wagner, Yigal
wurde 1926 in Tel Aviv gebroren.Studierte Philosophie und Geschichte an der Hebräischen Universität Jerusalem und promovierte dort.

Martin Bubers Kampf um Israel

Sein zionistisches und politisches Denken

Schriften des Salomon Ludwig Steinheim-Instituts für deutsch-jüdische Geschichte, Band 1

Der Autor zeigt nicht nur die bleibende Aktualität Bubers für das Verständnis der zionistischen Bewegung, ihrer wesentlichen Protagonisten und ihrer inneren Kontroversen und Widersprüche, sondern auch die zentrale Bedeutung, die der Zionismus für das philosophische Gesamtprojekt Martin Bubers hatte. "Kampf um Israel", das ist der nur selten verborgene Faden, der sich durch das Lebenswerk Martin Bubers zieht, und der keineswegs nur seine zionistischen Schriften betrifft. Aus dieser Perspektive heraus zeigt der Autor Yigal Wagner nicht nur die bleibende Aktualität Bubers für das Verständnis der zionistischen Bewegung, ihrer wesentlichen Protagonisten und ihrer inneren Kontroversen und Widersprüche, sondern auch die zentrale Bedeutung, die der Zionismus für das philosophische Gesamtprojekt Martin Bubers hatte. Für Buber war der Zionismus keine ausschließlich politische, nationale oder kulturelle Bewegung. Für ihn war es eine sicher all jene Sphären tangierende, vor allem aber gesellschaftliche Bewegung, die nicht nur aus der Krise des Judentums entstanden war, sondern aus der Krise der modernen Welt überhaupt. Und so galt sein Streben für den Zionismus zugleich dem Entwurf eines tragfähigen Gesellschaftsmodells unter den Bedingungen der Moderne. Diesen Entwurf freilich hat er nicht versucht, in ein gedankliches System zu zwingen, sondern durch das von ihm selbst so genannte "Zeigen an der Wirklichkeit" zu formulieren. Und gerade heute treten wieder Probleme in die öffentliche und wissenschaftliche Diskussion, die im Denken Bubers eine wesentliche Rolle einnahmen, die sein "Zeigen" sichtbar gemacht hatte: die Differenz von Idee und Ideologie und deren Wirkungen im öffentlichen Leben, die Frage nach den Wechselwirkungen von intra- und internationalen Organisationsformen, und damit auch das Problem von Nation und Nationalismus. Dass sich vor diesem Hintergrund Martin Bubers sowohl philosophisches als auch politisches Denken insbesondere an dem Problem der jüdisch-arabischen Beziehungen konkretisierte, an der Überwindung des Nahost-Konfliktes, darüber gibt der vorliegende Band systematischen Aufschluss.

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