Hirsch, Rudolf
Rudolf Hirsch stammte aus einer jüdischen Familie in Krefeld. Er übernahm das väterliche Schuhgeschäft, arbeitete im antifaschistischen Widerstand, emigrierte nach Holland und Belgien und schließlich nach Palästina. 1949 ging er in die DDR und wurde Journalist und Buchautor. Er war Gerichtsreporter der Wochenpost und berichtete unter anderem von den Auschwitzprozessen. Rudolf Hirsch starb 1998.

/ Nr. 58866: 'Judenkönig'

Das Leben des Kurt Julius Goldstein

Jude, Kommunist, Spanienkämpfer, Auschwitz- und Buchenwaldhäftling, KPD-Funktionär, Journalist und Rundfunk-Intendant in der DDR, Ehrenpräsident des Internationalen Auschwitz Komitees, Träger des Bundesverdienstkreuzes, Ehrenbürger Spaniens: Das sind einige Daten, die das Leben von Kurt Julius Goldstein (1914–2007) umreißen. Zunächst Mitglied des linken jüdischen Jugendbundes Kameraden, trat Kurt Julius Goldstein 1930 der KPD bei. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten floh er zunächst nach Luxemburg, dann nach Frankreich. 1936 bis 1939 kämpfte er in den Internationalen Brigaden im Spanischen Bürgerkrieg. Später in Internierungslagern in Frankreich gefangen gehalten, wurde er im Juli 1942 an Deutschland ausgeliefert und nach Auschwitz deportiert. Bei der Zwangsarbeit in den Kohlengruben von Jawischowitz leistete Goldstein weiter Widerstand und wurde von der SS höhnisch als „Judenkönig“ tituliert. Die Autoren zeichnen das Leben von Kurt Julius Goldstein in bewegenden Bildern nach – sie beschreiben eine Geschichte von Verfolgung, Leid und Tod, aber auch von Widerstand und Liebe.

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