Führer, Karl Christian
Prof. Dr. phil., wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg und apl. Professor für Neueste Geschichte am Historisches Seminar der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg; Forschungsschwerpunkte: Deutsche Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, insbes. Sozial-, Wirtschafts-, Politik- und Mediengeschichte.

Wirtschaftsgeschichte des Rundfunks in der Weimarer Republik

Veröffentlichungen des Deutschen Rundfunkarchivs, Band 6

Die Monographie "Wirtschaftsgeschichte des Rundfunks in der Weimarer Republik" bietet mehr als eine Geschichte der am Rundfunk beteiligten Unternehmen und Institutionen: der regionalen Sendegesellschaften und der zentralen Reichs-Rundfunk-Gesellschaft auf der einen, der Reichspost auf der anderen Seite. Die Studie will die komplexe Verknüpfung des jungen Mediums mit gesellschaftlichen und ökonomischen Entwicklungen im Deutschen Reich von 1923 bis 1933 deutlich machen. Das schließt die Rundfunkindustrie ebenso ein wie das Unternehmen Rundfunk, das in der krisengeschüttelten Weimarer Republik ein immer bedeutenderer ökonomischer Faktor wurde. Darüber hinaus liefert die Analyse der Zusammensetzung der Hörerschaft grundlegende sozialgeschichtliche Einsichten. Sie erlaubt, fundierter als bisher etwa die Funktion von "Massenkultur" zum Zeitpunkt ihrer expansiven Entfaltung zu erkennen. Die Darstellung der ökonomischen Seite des Kulturfaktors Rundfunk erweist sich auch in anderer Hinsicht als Basis für kulturgeschichtliche Erkenntnisse, wurde doch der Rundfunk zunehmend wichtiger als Arbeitgeber für Kulturschaffende und als Mäzen. Den Leser erwarten also keine trockenen Fakten und Bilanzen, vielmehr bietet das Buch Einsichten in ökonomische Zusammenhänge, die in enger Verbindung von Kultur und Gesellschaft stehen.

25,00 €*