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Das Netzwerk „Neu Beginnen“ und die Berliner SPD nach 1945

Berliner Beiträge zur Ideen- und Zeitgeschichte II

Ausstattung: Hardcover

Seitenzahl: 504

Format: 210 mm x 140 mm

ISBN: 978-3-947215-00-3

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Die Widerstandsgruppe „Neu Beginnen“ entstand 1929 zunächst aus oppositionellen Kommunisten, später kamen sozialdemokratische Jugendfunktionäre hinzu. Eine ideologische Klammer war vor allem die Hoffnung auf die Abwehr des Nationalsozialismus durch eine geeinte Arbeiterbewegung. Erreicht werden sollte dieses Ziel durch ein konspiratives Eindringen in die Parteiapparate von SPD und KPD. Dies gelang zwar nur begrenzt, jedoch bewährte sich während der NS-Diktatur die schon vor 1933 aufgebaute konspirative Struktur.
Tobias Kühne geht der Frage nach, weshalb viele Mitglieder von „Neu Beginnen“ in der Nachkriegszeit zu den Reformern gehörten, die die Umwandlung der Sozialdemokratie von einer Klassenpartei in eine linke Volkspartei anstrebten, und weshalb sie wiederum zu jenen Kräften innerhalb der Berliner SPD gehörten, die sich später vehement gegen gesellschaftliche Veränderung wandten. Sie waren zwar Unterstützer vor allem Willy Brandts, stellten sich jedoch nicht mehr auf die neue Ostpolitik ein. Auch wenn sie Mitte der 1960er-Jahre formal die wichtigsten Ämter in der SPD besetzt hatten, waren sie kaum noch politischer Faktor und als Netzwerk praktisch nicht mehr existent.

Pressestimmen

  • August H. Leugers-Scherzberg: "Kühne, Tobias: Das Netzwerk 'Neu Beginnen' und die Berliner SPD nach 1945", in: Neue Politische Literatur, Juli 2019, Vol. 64 (2), S. 409-411
  • Jörg Thunecke: "'Neu Beginnen' und die Berliner SPD nach 1945", in: EXIL, H 1+2/2018, Juni 2019
  • David Bebnowski: "T. Kühne: Das Netzwerk 'Neu Beginnen' und die Berliner SPD nach 1945", in: H/Soz/Kult, 7. März 2019
  • Ulrich Horb: "Antikommunisten mit linkssozialistischen Wurzeln", in: perspektivends 35. Jg. 2018 H. 2, Januar 2019
  • Alf Mayer: "Als die Gegenwart begann", in: CulturMag, November 2018
  • chb: "Ein hochaktuelles Buch", in: vorwärtsEXTRA Berlin, September/Oktober 2018
  • Heinz Niemann: "Ihre Ideologie war Ideologielosigkeit", in: Neues Deutschland, 19. Oktober 2018
  • Ulrich Horb: Buchtipp, in: vorwärtsEXTRA Berlin, Juli/August 2018
  • Ulrich Zawatka-Gerlach: "Der Name war Programm: Neu Beginnen. Erinnerungen an Berlins sozialistische Erneuerer", in: Tagesspiegel, 10. August 2018