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Der Dorotheenstädtische Friedhof

Prominente Geschichte in der Mitte Berlins

Ausstattung: Hardcover

Seitenzahl: 184

Illustrationen: 194

Format: 225 mm x 210 mm

ISBN: 978-3-947215-49-2

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Vom ungeliebten Armenfriedhof zum international bekannten Prominentenfriedhof hat der Alte Dorotheenstädtische und Friedrichswerdersche Friedhof seit seiner Gründung im 18. Jahrhundert eine steile Karriere absolviert. Seine Nähe zu führenden Kultureinrichtungen in der Berliner Dorotheenstadt, wie den Akademien der Wissenschaften und der Künste, der Berliner Universität, der Bauakademie und den Museen, nicht zuletzt auch zu den erfolgreichen Kaufleuten in der Straße Unter den Linden und den Ministerien des Preußischen Staates, brachte es mit sich, dass namhafte Vertreter aus Wissenschaft, Kunst und Politik hier beerdigt wurden. Die Stichwortgeber ganzer Generationen – Fichte, Schinkel, Brecht & Weigel, Marcuse, Teufel, Rau und Christa Wolf – inspirierten andere, sich an diesem Ort ebenfalls zur letzten Ruhe betten zu lassen. Eingefügt in einen grünen Garten, stehen hier die Denkmäler großer Geister, gestaltet von den besten Künstlern ihrer Zeit.
Die Evangelische Kirche hat diese reiche künstlerische Tradition um ein spektakuläres Projekt ergänzt, eine Licht-Installation des weltbekannten Künstlers James Turrell. Das vielfarbige Lichterlebnis in der vom Architekturbüro Nedelykov Moreira neu gestalteten historischen Kapelle soll Trost spenden und auf ein lichtdurchf lutetes Jenseits verweisen. Die seit Jahrzehnten mit dem Ort vertrauten Autoren stellen die über 250-jährige Geschichte der Gemeinden, des Friedhofes und seiner Bewohner mithilfe zahlreicher Abbildungen vor.

Hinweis: Mit Bedauern mussten wir feststellen, dass die Zuordnung der Büste für das Grabmal Inge Kellers (S. 163) leider fehlerhaft ist. Nicht Anna Franziska Schwarzbach ist Urheberin des Kunstwerkes, sondern die Bildhauerin Sabina Grzimek. Wir bitten beide Künstlerinnen um Entschuldigung. 

Pressestimmen

  • Wolfgang Brauer: "Erlesenes - Über einen Friedhof, Verschwörungstheorien und Pandemieängste", in: Das Blättchen, 28. September 2020
  • "Der Dorotheenstädtische Friedhof", in: Evangelische Gemeinde in der Friedrichstadt, Gemeindebrief Januar/Februar 2020
  • Martin Mende: "Der Dorotheenstädtische Friedhof. Prominente Geschichte in der Mitte Berlins", in: Mitteilungen des Vereins für die Geschichte Berlins, Heft 1/Januar 2020
  • Monika Melchert: "Eine andere Welt. Ein Besuch per Buch auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof in Berlin", in: neues deutschland, "Bücher zum Verschenken", 7. Dezember 2019
  • Annelies Arnold/Ingmar Arnold: "Ein denkwürdiger Friedhofsbesuch", in: Schattenwelt, 3/2019
  • Marina Mai: "Ein Ort des Erinnerns, voller Leben", in: neues deutschland, 22. November 2019
  • Lothar Heinke: "Grab für Grab Erinnerungen", in: Der Tagesspiegel, 17. Oktober 2019

Dazu passend

Berühmte Tote leben ewig

Berliner Schicksale

Sie stachen sich aus Liebe einen Dolch ins Herz, schossen sich aus Eifersucht eine Kugel in den Kopf, fielen volltrunken die Treppe hinunter, überlebten einen Insektenstich nicht, verloren beim Duell, wurden vom Blitz erschlagen oder waren beim Attentat das falsche Ziel. Bei manchen entwickelten sich post mortem skurrile Begebenheiten – um ihre sterblichen Überreste oder ihre Grabstelle. Bernd Oertwig porträtiert sechzehn Frauen und Männer, die in Berlin lebten und auf nicht ganz gewöhnliche Weise starben. Einige waren zu Lebzeiten prominent, andere sind noch heute jedem ein Begriff, darunter Kühnemund von Armin, der Sohn des berühmten Dichterpaars, die Pilotin Melli Beese, die Tänzerin und Schauspielerin Anita Berber, der Kunsthändler Paul Cassirer, der Künstler George Grosz, der exilrussische Publizist Wladimir Dmitrijewitsch Nabokov, der Fotograf Helmut Newton, die Schauspielerin Renate Müller, der Boxer Bubi Scholz und der Philosoph Max Stirner. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es noch heute Hinweise auf diese und die anderen Protagonisten des Bandes im Berliner Stadtraum. Mal stehen die Häuser noch, in denen sie lebten oder starben, mal erinnern Gedenktafeln daran, und häufig lassen sich auch ihre Gräber aufspüren.

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