Heimkehr in ein kaltes Land

Anna Seghers in Berlin 1947 bis 1952

Ausstattung: Hardcover mit Schutzumschlag

Seitenzahl: 176

Illustrationen: 20

Format: 215 mm x 143 mm

ISBN: 978-3-942476-17-1

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Vierzehn Jahre hatte die Schriftstellerin Anna Seghers im Exil verbracht. Im Frühjahr 1947 kehrte sie nach Berlin zurück, eine Unbekannte, von deren Welterfolg Das siebte Kreuz hier niemand wusste. Sie kam nicht nur in ein zerstörtes Land, sie kam, wie sie fand, auch in ein fremdes Land. Und sie war ganz allein, der Mann noch in Mexico City, die beiden Kinder in Paris. Sie fühle sich, schrieb sie an Freunde in aller Welt, wie in die Eiszeit geraten, so kalt undversteinert komme ihr alles vor. Wärme spendeten nur die Gefährten: Helene Weigel und Bertolt Brecht, die Schauspielerin Steffie Spira, die Schriftstellerfreunde Jeanne und Kurt Stern und Berta Waterstradt. Und Halt gab auch die Arbeit, der mühsame und manchmal verzweifelte Kampf gegen die Verheerungen in den Köpfen apathischer Menschen. Die Autorin, profunde Kennerin von Leben und Werk der Seghers, erzählt von den ersten Jahren, die Anna Seghers wieder auf deutschem Boden verbrachte, ihren Plänen, Wünschen, Sehnsüchten, dem Misstrauen, das sie umgab, den Irritationen,Ängsten und den Hoffnungen, an denen sie trotz allem festhielt.

Pressestimmen

Dunja Welke: "Ich habe das Gefühl, ich bin in die Eiszeit geraten"
Anna Seghers nach ihrer Rückkehr aus dem Exil
Eine Sendung von Dunja Welke zum 30. Todestag der Schriftstellerin: rbb kulturradio vom 1. Juni 2013
Klaus-Dieter Stefan: "Frostiger Osten", in: Kiezmagazin 2012
"Auf Du und Du mit Anna Seghers", in: Darmstädter Echo, 5.01.2012
H. Ernst Stöckmann: Anna Seghers - Mitten in die Eiszeit hinein, in: Mitteldeutsche Zeitung, 25.02.2012.
Annett Böhm: Heimkehr in ein kaltes Land, in: Der Nuthe-Bote, 2/2012.
Christel Berger: Fremde Heimat, in: Ossietzky, 3/2012.
Hans-Jörg Rother: Paris wäre besser gewesen. Anna Seghers´ Rückkehr aus dem Exil in die DDR, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 25.01.2012.
Karin Großmann: Tschibi, du liebes Küken, in: Sächsische Zeitung, 21./22.01.2012.
Ronald Schneider: Heimkehr in ein kaltes Land, in: ekz Bibliotheksservice, 16.01.2012.
Ulrich Faure empfiehlt!, in: BuchMarkt, 1/2012.
Sabine Neubert: "Und ich brauch doch so schrecklich Freude...", in: Jüdische Zeitung, Nr. 71, Januar 2012.
Wolfgang Brauer: Die Heimkehr der Anna Seghers, in: Das Blättchen, 12/2011.
Gunnar Decker: Im Widerspruch gefangen. Monika Melchert über Anna Seghers 1947 bis 1952, in: Neues Deutschland, Bücher zum Verschenken, 26./27.11.2011.
Jörg Raach: Heimkehr in ein kaltes Land - Anna Seghers in Berlin 1947 bis 1952, in: Berliner Kulturbrief, 47/2011.

Thematisch passend

/ Im Schutz von Adler und Schlange

Anna Seghers im mexikanischen Exil

"Die Zeit, die ich in Mexiko verbrachte, gehört zu den schönsten und wichtigsten Abschnitten meines Lebens. Das Land, seine Menschen und Landschaften werden mir immer nahestehen." (Anna Seghers)Die Flucht aus dem von Hitlers Truppen besetzten Frankreich gelang in letzter Minute. Ende Juni 1941 erreichte Anna Seghers mit ihrer Familie nach langer, hindernisreicher Schiffsreise Mexiko. Hier, in ihrem zweiten Exilland, hat sie ihren größten literarischen Erfolg errungen, die Veröffentlichung des Romans Das siebte Kreuz, hier erlitt sie aber auch den tiefsten Schmerz, als sie erfuhr, dass ihre Mutter deportiert und ermordet worden war. Dazu kam ein beinah tödlicher Unfall, der ihr viel Kraft raubte und sie für Monate aufs Krankenlager warf. Die Ankunft in der Neuen Welt sicherte Anna Seghers und vielen ihrer engen Freunde das Überleben und brachte ihnen die Begegnung mit einer für sie gänzlich neuen Kultur, einer farbenfrohen und temperamentvollen tropischen Welt. Mexiko, dessen Wappensymbole Adler, Schlange und Kaktus sind, hatte zahllosen Emigranten großzügig seine Tore geöffnet und ihnen uneingeschränkte Möglichkeiten gegeben, ihre berufliche, ihre künstlerische Arbeit fortzusetzen. In Mexiko beendete Anna Seghers ihren weltberühmten Roman Transit und schrieb die wunderbare Erzählung Der Ausflug der toten Mädchen. Auch später, als sie längst wieder in Berlin lebte, kehrte sie in ihren Erzählungen gedanklich immer wieder nach Mexiko zurück.

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