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Kommode

Die Fassadenrestaurierung der ehemaligen Königlichen Bibliothek

Ausstattung: Hardcover

Seitenzahl: 160

Illustrationen: 130

Format: 285 mm x 230 mm

ISBN: 978-3-942476-21-8

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Friedrich der Große ließ die Königliche Bibliothek 1781 als letzten Bau seines geplanten, nie vollendeten „Forum Fridericianum“ – der heutige Bebelplatz – errichten. Vorbild für die Fassadengestaltung war der auf das Jahr 1724 datierte, in Wien bis dahin nicht verwirklichte Entwurf des Architekten J. E. Fischer von Erlach für den Michaelertrakt der Wiener Hofburg. Ihrer extravagant geschweiften Barockfassade wegen wurde die neue Bibliothek von den Berlinern spöttisch „Bücherkommode“ genannt. Bis 1910 wurde die Kommode als Bibliotheksgebäude genutzt, danach als Aula der Berliner Universität. Im Zweiten Weltkrieg schwer beschädigt, blieb die Ruine jahrelang ungeschützt der Witterung ausgesetzt. Erst 1968 wurde die Kommode unter Einbeziehung der erhalten gebliebenen historischen Fassade als modernes Institutsgebäude der Humboldt-Universität wiedererrichtet. Sie ist heute Sitz der Juristischen Fakultät.
Die Platzfassade der Kommode erfuhr in ihrer 230-jährigen Geschichte nur unwesentliche bauliche Eingriffe, wurde aber mit insgesamt zehn Farbfassungen in ihrem Erscheinungsbild mehrfach überformt. Mit der 2011 fertig gestellten elften Fassung erstrahlt sie nach dreijähriger Fassadenrestaurierung in ruhiger Präsenz.
Der Bildband dokumentiert mit Beiträgen der Architekten und Restauratoren die Konzeption und Umsetzung einer Farbfassung, die Materialität und Alterungsspuren einer Fassade nicht übertüncht, sondern integriert. Der Dokumentation vorangestellt ist ein Beitrag des Historikers Prof. Dr. Laurenz Demps, der die Geschichte dieses bedeutenden Baudenkmals kenntnisreich beschreibt.

Pressestimmen

Jörg Raach: Kommode, in: Berliner Kulturbrief, 13.02.2012.