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Vergessene Rekorde

Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933

Ausstattung: Broschur

Seitenzahl: 208 Seiten

Illustrationen: 168 Schwarzweiß-Abbildungen

Format: 240 mm x 175 mm

ISBN: 978-3-86650-038-9

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Sie waren bekannte Leichtathletinnen, stellten deutsche, internationale und zum Teil sogar Weltrekorde in den Disziplinen Speerwurf, Diskus, Kugelstoßen, Sprint und Hochsprung auf: Lilli Henoch, Martha Jacob und Gretel Bergmann. Trotz sportlicher und sozialer Anerkennung mussten sie ihre Sportvereine als Jüdinnen im Jahre 1933 verlassen, konnten jedoch zunächst ihre Sportkarrieren in jüdischen Sportvereinen fortsetzen.
Nach den Olympischen Spielen 1936 nahmen Drangsalierung und Judenhetze immer mehr zu, und nach den Pogromen im November 1938 wurden schließlich alle jüdischen Sportvereine und -verbände aufgelöst.
Von den Lebenswegen der drei jüdischen Leichtathletinnen ausgehend, gibt der Band einen Überblick über die Situation jüdischer Sportlerinnen und Sportler in der Weimarer Republik und in der Zeit des Nationalsozialismus.
Beiträge zur jüdischen Sportfotografie, zur Erinnerungskultur im deutschen Sport, zum jüdischen Sportleben in der Reichshauptstadt und zum olympischen Hochsprungdrama von Berlin 1936 runden das Bild eines überraschend aktiven und lebendigen jüdischen Sportlebens vor und nach 1933 ab.
Die Schicksale von Lilli Henoch, Martha Jacob und Gretel Bergmann stehen dabei exemplarisch für die systematische Zerschlagung und Verfolgung jüdischen Lebens während des NS-Regimes.

Pressestimmen

Markwart Herzog: "Vergessene Rekorde", in: SportZeiten. Sport in Geschichte, Kultur und Gesellschaft 12 (2012), Nr. 2
Ludger Heid: Trügerische Spiele. In: Süddeutsche Zeitung, 21.09.2009. [pdf, 132 KB]
Albert Mehl: Jung, sportlich und von den Nazis verfolgt. In: Gießener Anzeiger, Druckausgabe vom 06.08.2009, Seite 10. [PDF, 112 KB]
Iella Peter: Berno Bahro, Jutta Braun, H.-J. Teichler - Vergessene Rekorde. Jüdische Leichtathletinnen vor und nach 1933. AVIVA-BERLIN, 04.08.2009.
Aus einer Besprechung von Michael Reinsch:
„Die Ausstellung und vor allem das begleitende Buch (Bahro, Braun, Teichler: „Vergessene Rekorde“, Verlag für Berlin-Brandenburg, 206 Seiten, 16,90 Euro) erzählen von Leben, Erfolg und Schicksal der drei Frauen und liefern damit die Ausgangspunkte der Beschreibung, wie sich die Sportvereine Deutschlands von Horten der Kameradschaft und der Freundschaft in Orte der Demütigung verwandelten.“
Michael Reinsch: Orte der Demütigung. In: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.07.2009.
Harry Nutt: Hitlers diabolische Spiele. In: Frankfurter Rundschau, 07.07.2009.
Andreas Fritsche: Wettlauf um den Ausschluss jüdischer Sportler. In: Neues Deutschland, 20.06.2009.