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Zwei Flaneure in Berlin

Auf den Spuren von Franz Hessel und Walter Benjamin

Ausstattung: Klappenbroschur

Seitenzahl: 120

Illustrationen: 15

Format: 205 mm x 125 mm

Auflage: 2.

ISBN: 978-3-947215-30-0

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Veranstaltungen



Vergangene Lesungen
13.2.2022 Eva-Lichtspiele, Berlin - Sondervorführung "Der Kampf der Tertia",  > Kurzinfo zu Wilhelm Speyer> Kurzinfo zu Erik Ode (Regie)
28.8.2021 Literarischer Spaziergang: Zu Gast bei Max Schlichter
25.9.2020 Kino im Sprengel, Hannover
22.6.2019 Literarischer Spaziergang

„Es kamen die Berliner Jahre, in denen der beste Teil meiner Freundschaft mit Hessel sich in vielen Gesprächen aus dem Passagenprojekt nährte“, schrieb Walter Benjamin 1935 an Theodor W. Adorno über Franz Hessel. Der Philosoph Benjamin lernte den Rowohlt-Lektor Hessel 1923 kennen, woraus eine lebenslange Freundschaft entstand. Hessel gab die Zeitschrift Vers und Prosa heraus, in der Benjamin Übertragungen von Baudelaire-Gedichten veröffentlichte, beide übersetzten gemeinsam Prousts À la recherche du temps perdu. Neben dem Interesse an französischer Literatur verband beide auch die „Flanerie“.
In dem Band werden einige der für die beiden Flaneure biografisch bedeutsame Orte erkundet und Schlaglichter auf ihr Leben im „Industriegebiet der Intelligenz“ geworfen, dem urbanen Raum im Berliner Westen, in dem ein Großteil der Berliner Literatur- und Künstlerszene wohnte und arbeitete. Es waren die Jahre, in denen die Kultur blühte, bevor der Machtantritt der Nationalsozialisten für einen Großteil der Berliner Literaten, Intellektuellen und Künstler Verfolgung und Exil oder Tod bedeutete.

Pressestimmen

"Es waren nur wenige Jahre, in denen Berlins Kultur und Literatur erblühten. Der Machtantritt der Nationalsozialisten bedeutete für Hessel, Benjamin und viele weitere Verfolgung und Exil. Doch für diesen einen Abend in der Insel gelang Erdmann und Feinhals eine beeindruckende „Auferstehung“ von Max Schlichters Handwerk. Die Hommage an den legendären Koch ließ die Goldenen Zwanziger Berlins für einige Stunden kulinarisch aufleuchten. Die Gäste waren hingerissen."
Patricia Chadde, nobilis

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  • Patricia Chadde: "food & friends. Dr. Erdmann und die zwei Flaneure", in: nobilis 11/2021
  • Einblicke: "Der Reiz der Passagen. Wie die Flaneure Walter Benjamin und Franz Hessel die Stadt erkundeten", in: Berliner Morgenpost, 27. Juni 2021
  • Gerd-Rüdiger Erdmann: "Gelebte Nonchalance. Zum 80. Todestag des Autors, Übersetzers und einzigartigen Feuilletonisten Franz Hessel", in: Frankfurter Rundschau, 6. Januar 2021
  • Werner van Bebber: "Im Paradies der Passagen. Gerd-Rüdiger Erdmann würdigt die beiden Flaneure Franz Hessel und Walter Benjamin", in: Der Tagesspiegel, 14. Mai 2020
  • Hans Helmut Prinzler: "Zwei Flaneure in Berlin", auf: hhprinzler.de, 12. März 2020
  • Helene Flick: "Zwei Flaneure in Berlin: Franz Hessel und Walter Benjamin", auf: Radio Corax, Halle, 11. März 2020
  • Lisbeth Leupold: "Literarisches: Gerd-Rüdiger Erdmann. Zwei Flaneure in Berlin", in: Stadtkind. Hannovermagazin, Februar 2020
  • Literaturagenten: "Pieke Biermann über 'Zwei Flaneure in Berlin'", auf: RadioEins, 5. Januar 2020
  • Manfred Orlick: "Erkundungen durch das literarische Berlin der 1920er-Jahre", auf: amazon.de, bücher.de, 2. Januar 2020
  • Christoph David Piorkowski: "Der Unfassbare. Im 'Eingedenken' an Walter Benjamin", in: Geistesblüten Nr. 43, März 2019

Thematisch passend

Spazieren in Berlin

„Langsam durch belebte Straßen zu gehen, ist ein besonderes Vergnügen. Man wird überspült von der Eile der andern, es ist ein Bad in der Brandung.“ So beginnt Franz Hessel sein „Lehrbuch der Kunst, in Berlin spazieren zu gehen“, wie es 1929 auf dem Schutzumschlag der Erstausgabe von Spazieren in Berlin heißt.Als aufmerksamer Beobachter schlendert Hessel durch das lärmende Berlin der 1920er-Jahre, läuft über Plätze, durch Straßen, Fabriken und Parks, besucht den Osten mit seinen Hinterhöfen und Markthallen, den Westen mit seinen Nachtcafés und Amüsiertempeln, macht sich mit Spürsinn in die stilleren Winkel auf undentdeckt auch abseits Gelegenes. Im Flanieren streut er passend zu den Gegenständen seiner Betrachtung Interessantes aus der Geschichte Berlins ein und umgibt so die Berliner Stadtlandschaft mit einem einzigartigen Zauber.Eingeleitet durch sehr persönliche Worte des Sohnes Stéphane Hessel, Résistance-Mitglied und später langjähriger französischer Diplomat, und durch ein editorisches Vorwort des Herausgebers Moritz Reininghaus, folgt der Text von Spazieren in Berlin der Originalausgabe von 1929. Der Germanist Prof. Dr. Bernd Witte, Herausgeber der Hessel-Gesamtausgabe, setzt in seinem Nachwort das Buch in Beziehung zu Hessels Gesamtwerk und benennt den Stellenwert von Spazieren in Berlin als eines der wichtigsten Werke der modernen Metropolenliteratur.

19,95 €*
/ / Spaziergang in Potsdam

Als kunst- und architekturbegeisterter Spaziergänger bringt der Romancier Georg Hermann in dieser 1926 erstmals erschienenen literarischen Preziose den Lesern das alte Potsdam nahe. Er durchquert die Straßen der Stadt, betracAls kunst- und architekturbegeisterter Spaziergänger bringt der Romancier Georg Hermann in dieser 1926 erstmals erschienenen literarischen Preziose den Lesern das alte Potsdam nahe. Er durchquert die Straßen der Stadt, betrachtet architektonische Einzelheiten und räsoniert über Raumwirkungen und städtebauliche Konzepte. Gleichwohl reiht er nicht kunsthistorische Fakten aneinander, sondern versucht vielmehr, die Leser für die Schönheiten der Stadt zu begeistern. Dabei ergeht er sich nicht in unverbindlichem Geplauder, sondern erweist sich als „ungemein kompetenter Begleiter, der durch seine Individualität und seine ausgeprägten Vorlieben ein suggestives, einprägsames Bild der Stadt entwirft“ (Gundel Mattenklott). Der Spaziergänger wird von ihm als „notorischer Zivilist“ (Lothar Müller) gegen den stramm preußisch gesinnten, in Hohenzollern-Genealogie geschulten Besucher der Garnisonstadt gesetzt. So zieht der Pazifist Georg Hermann die Eleganz des friderizianischen Rokoko dem wilhelminischen Monumentalismus vor.Von großer Aktualität ist Hermanns Überlegung, wie Altes mit Neuem sinnvoll verbunden werden kann. So lässt sich Spaziergang in Potsdam auch als Anregung für die Diskussion um Tradition und Gegenwart in der Architektur und Stadtentwicklung lesen.In seinem Geleitwort für die Neuausgabe erinnert George Rothschild, ein Enkelsohn von Georg Hermann, an seinen Großvater.

9,99 €*