Arbeitswelten und Lebensräume

Brandenburger Industrielandschaften 1992–2021

Ausstattung: Hardcover

Seitenzahl: 192

Illustrationen: 138

Format: 267 mm x 210 mm

ISBN: 978-3-96982-009-4

25,00 €*

Buch in Planung! Änderungen von Preis, Umfang und Ausstattung vorbehalten. Erscheint voraussichtlich am 27. Oktober 2021

Veranstaltungen

Aktuelle Ausstellung: BRANDENBURGER INDUSTRIELANDSCHAFTEN 1992–2021
LORENZ KIENZLE | Fotografie
04.07.2021–02.01.2022
Ort: Museumsfabrik Pritzwalk, www.museum-pritzwalk.de

Samstag, 23. Oktober 2021, 15:00 Uhr
Kunstgespräch und Buchvorstellung in der Museumsfabrik Pritzwalk
Auf dem Podium: Dr. Enno Kaufhold, freier Fotohistoriker, Lorenz Kienzle, Fotograf, Dr. Susanne Köstering, Geschäftsführerin Museumsverband Brandenburg
Anschließend: Führung durch die Ausstellung
Anreise: Museumsfabrik Pritzwalk, Meyenburger Tor 3a, 16928 Pritzwalk
Anmeldung über +49 3395 7608-1120 oder museum@pritzwalk.de

Lorenz Kienzle hat über einen Zeitraum von dreißig Jahren den Wandel von Brandenburger Landschaften und Arbeitswelten mit seiner Plattenkamera aufgezeichnet. Einer Langzeitdokumentation über das Dorf Horno und dessen Bewohner, die 2004 dem Braunkohletagebau weichen mussten, stehen Bilder aus den Tagebauen Jänschwalde und Welzow sowie aus dem Kraftwerk Schwarze Pumpe gegenüber. Ein weiterer Fokus liegt auf der langwierigen Rekultivierung von Tagebauflächen zu Freizeitlandschaften. 1999 begleitete der Fotograf über mehrere Monate die letzten Hutmacher bei Ihrer Arbeit in den Gubener Hutwerken – bis zu deren Arbeitslosigkeit.
Wie Industrie und Arbeitswelten musealisiert werden, wird anhand des Industriemuseums Brandenburg, des Brandenburger Textilmuseums in Forst und der Brikettfabrik Louise gezeigt. Dem stehen aktuelle Aufnahmen aus dem Arbeitsalltag in der Spinnerei Forst und im Zahnradwerk Pritzwalk gegenüber.
Anlässlich des Themenjahres von Kulturland Brandenburg 2021 „Zukunft der Vergangenheit – Industriekultur in Bewegung“ entstand eine Wanderausstellung, die den Wandel, aber auch Beständiges in einer vom Menschen überaus stark geprägten Landschaften zeigt, u. a. in der Museumsfabrik Pritzwalk (4. Juli 2021–2. Januar 2022).

Pressestimmen

  • Oliver Gierens: "Sonderausstellung in Pritzwalk: Spannende Einblicke in die Brandenburger Industriekultur", in: Der Prignitzer, 3. August 2021
  • Uwe Rada: "Milliarden für den Strukturwandel. Die Wüste lebt", in: taz, 30. Juli/1. August 2021
  • Christina Tilmann: "Der Letzte macht das Licht aus", in: MOZ, Brandenburger Blätter, 24./25. Juli 2021
  • Julia Redepenning: "Mensch im Mittelpunkt. Der Fotograf Lorenz Kienzle stellt Motive Brandenburger Industrielandschaften in der Pritzwalker Museumsfabrik aus und zeigt zudem Aufnahmen aus dem lokalen Zahnradwerk", in: Prignitz-Kurier, 6. Juli 2021
  • Brandenburg aktuell: "Glasfabrik Haidemühl", in: rbb Brandenburg, 24. Juni 2021
  • Burkhard Maria Zimmermann: "Senftenberg kommt, eine Stadt erfindet sich neu", Berliner Zeitung, 20. Mai 2021
  • Redaktion: "Kunstpreis. Er schätzt die Sprödigkeit in Brandenburg – Fotograf Lorenz Kienzle ist seit 1990 in der Region unterwegs", in: Märkische Oderzeitung, 15. Mai 2021
  • Bernd Dreiocker: "BRANDENBURGER INDUSTRIELANDSCHAFTEN 1992–2020. Der Fotograf Lorenz Kienzle war fast 30 Jahre lang in Brandenburg unterwegs – seine Motive sind sehr speziell", in: rbb Kultur, 31. März 2021

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Brandenburger Notizen

Fontane – Krüger – Kienzle

Mit einem Nachwort von Gabriele Radecke

Zu Theodor Fontanes 200. Geburtstag inszeniert eine Ausstellung in Falkensee Schwarzweiß-Aufnahmen der Fotografen Heinz Krüger (1919–1980) und Lorenz Kienzle (*1967) in Korrespondenz mit Fontanes Texten und Skizzen. Heinz Krüger fotografierte zwischen 1963 und 1970 auf den Spuren von Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg für eine Publikation des Aufbau-Verlages. Aus diesem Fundus traf Lorenz Kienzle eine Auswahl, die auch vom Alltag in der DDR erzählt. Kienzle nahm sich Fontanes Notizbücher vor, die ab 1860 während dessen Exkursionen durch Brandenburg entstanden waren und als Rohmaterial für die Wanderungen dienten. Die Notizbücher werden seit 2011 unter der Leitung von Gabriele Radecke für eine digitale Edition transkribiert und kommentiert. Fontane und Krüger folgend, machte sich Kienzle per Fahrrad und mit Plattenkamera auf den Weg durch Brandenburg. Seine Aufnahmen von Landschaften, Orten und Tieren werden mit Fontanes Texten und den Fotografien von Krüger kombiniert. Dabei entsteht ein Geflecht von Bezügen, das von der Vergänglichkeit, aber auch der Zeitlosigkeit von Orten erzählt, die man immer wieder neu entdecken kann.

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