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Daniel Nikolaus Chodowiecki [1726–1801]. Ein Künstlerleben zwischen Danzig und Berlin

Frankfurter Buntbücher 77

Ausstattung: Broschur mit Schutzumschlag

Seitenzahl: 32

Illustrationen: ca. 20

Format: 245 mm x 165 mm

ISBN: 978-3-96982-120-6

10,00 €*

Buch in Planung! Änderungen von Preis, Umfang und Ausstattung vorbehalten. Erscheint voraussichtlich am 18. März 2026

Als Vierzehnjähriger verließ Daniel Chodowiecki seine Heimatstadt Danzig und zog ins friderizianische Berlin. Bestens vernetzt bewegte er sich im historischen Zentrum der preußischen Hauptstadt und unternahm zahlreiche Reisen. Er avancierte bald zum erfolgreichsten Grafiker seiner Generation und engagierte sich für die französische Gemeinde, für Künstlerinnen und Künstler und nicht zuletzt für die Königliche Akademie der Künste.
Vom damaligen Berlin und Danzig hat sich wenig erhalten, doch Chodowieckis Werke, Tagebücher und sein umfangreicher Schriftwechsel erlauben ein Eintauchen in die Zeit. Tausende kleinformatige Darstellungen eröffnen en miniature Einblicke in unterschiedliche Facetten bürgerlicher Kultur, von Architektur über Mode bis hin zu Literatur.
Anna Schultz, Leiterin der Kunstsammlung der Akademie der Künste, begibt sich anlässlich des 300. Geburtstags des Künstlers auf Spurensuche und spürt Chodowieckis Lebenswelt im Stadtraum, in Archiven und grafischen Sammlungen nach.

Aus der Reihe

Neu
/ Eva Strittmatter in Neuruppin [1930–1947]

Frankfurter Buntbücher 76

Eva Strittmatter (1930–2011) war eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Lyrikerinnen. Ihre Gedichtbände und Briefe aus Schulzenhof erreichten bereits in der DDR ein Millionenpublikum. Eva Strittmatters literarische Laufbahn begann jedoch nicht in Schulzenhof, sondern bereits in Neuruppin, in der „Stadt, die ich liebte, die mich liebte“. Zeitlebens waren ihr Geburtsort und die märkische Landschaft im Wechsel von Werden und Vergehen Inspirationsquelle für ihre zeitlose Lyrik. Hier entstanden erste Gedichte – über die Natur und ihre erste Liebe, die tragisch endete.Anhand unbekannter Dokumente aus Eva Strittmatters Nachlass, der in der Akademie der Künste aufbewahrt wird, erzählen Gabriele Radecke und Robert Rauh erstmals über diese „frühe Phase der Poesie“ der beliebten Autorin.

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Günter de Bruyn im Görsdorfer „Abseits“ [1968–2020]

Frankfurter Buntbücher 75

Ende der 1960er-Jahre schien dem Schriftsteller Günter de Bruyn (1926–2020) die Region um Görsdorf/Beeskow – die er das Abseits nannte – ein geeigneter „Unterschlupf“ zu sein, um sich aus der „DDR-Welt“ zurückzuziehen: „Ich war, dachte ich, in die Emigration gegangen, ohne das Land, das mich hielt, verlassen zu haben. Dem Staat war ich auf seinem eignen Territorium entflohen.“Nicht nur in seinem autobiografischen Lebensbericht Vierzig Jahre (1996) begegnet man jenem Landstrich, der de Bruyn fünf Jahrzehnte lang Arbeits- und Lebensrefugium war. Bereits in seiner 1978 erschienenen Erzählung Märkische Forschungen sowie in den Romanen Neue Herrlichkeit (1985) und Der neunzigste Geburtstag. Ein ländliches Idyll (2018) ist das märkische „Abseits“ der Raum, in dem der Autor die Handlungen verortet.

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Peter Hacks auf der Fenne in Groß Machnow (1974–2003)

Frankfurter Buntbücher 72

„Es ist ein schönes Haus, und die Landschaft ist wunderschön.“ Peter Hacks, 1972„Gutes gibt’s auch: Wir haben wieder ein Haus gefunden“, schreibt Peter Hacks am 20. Februar 1972 im letzten Brief an seine Mutter Elly, die eine Woche später stirbt und deshalb nicht mehr erfährt, dass es mit dem „Fenne“ genannten Landhaus schließlich klappt: „Aber wie gesagt: prahlen will ich erst, wenn alles wirklich unterschrieben ist.“ Das geschieht 1973, als Hacks die alte Ziegelei auf freiem Feld zwischen Mittenwalde und Groß Machnow pachtet. Damit geht eine jahrelange Suche nach einem geeigneten Landsitz für den eigenen Entwurf vom Dichterleben zu Ende. 1974 verbringen Hacks und Anna Elisabeth Wiede den ersten Sommer auf dem Land, die Umbauarbeiten am Gebäudeensemble dauern bis 1977 und kosten vermutlich eine Million Mark.Die Fenne dient Hacks und Wiede fortan nicht nur als Sommerhaus, in das von Mai bis September das dichterische wie gesellschaftliche Leben verlagert wird. Der eigenwillige Ort trägt viel zur Stilisierung von Hacks als elitäre Dichterfigur in der DDR bei. Schon 1981 übertreibt der Playboy die Ausmaße der Anlage, noch 2010 nennt die Zeit Hacks einen „Schlossherrn“. Matthias Dell erzählt von Peter Hacks die Geschichte der Fenne und ihres prominenten Bewohners.

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»Wie der Himmel über der Erde« Kafkas Orte in Berlin [1910–1924]

Frankfurter Buntbücher 73

„Diese ganze Berliner Angelegenheit ist ein so zartes Ding, ist mit letzter Kraft erhascht.“ Franz Kafka, 1923 Berlin war ein Sehnsuchtsort für den Prager Schriftsteller und Versicherungsangestellten Franz Kafka. Seit seinem ersten Besuch im Dezember 1910 träumte er von der Übersiedlung in die Spreemetropole. Berlin versprach das Eintauchen in einen modernen Lebensstil, den Anschluss an die literarische Avantgarde, die Lösung aus den Bindungen an Herkunft, Familie und Brotberuf. »Für mich hängt Berlin wirklich über Prag, wie der Himmel über der Erde«, schrieb Kafka an seine Verlobte Felice Bauer. Die berufstätige junge Frau, die im Büro einer Berliner Schallplattenfirma arbeitete, war die ideale Projektionsfläche für Kafkas Sehnsucht nach dem modernen Berlin. Das Heiratsprojekt scheiterte. Doch mit seiner letzten Freundin Dora Diamant verlebte der lungenkranke Kafka im Winter 1923/24 in Steglitz und Zehlendorf ein so abenteuerliches wie glückliches halbes Jahr. Hundert Jahre nach Kafkas Tod zeichnet Michael Bienert die Topografie von Kafkas realem und imaginärem Berlin nach, mit dem Fokus auf Orte, die aufzusuchen sich heute noch lohnt.

10,00 €*